Gedicht von Ingrid Siegers

Das Bläsercorps aus Hackenstedt

Im Hildesheimer Raum
kennt man das Bläsercorps kaum,
aber im Hackenstedter Land
sind die Bläser wohlbekannt.

Jedes Jahr in der Holler Halle
präsentieren sie sich für alle.
Melodien aus Musicals, Operette und moderne
hören alle Anwesenden gerne.

Auch Angehörige helfen beim Vorbereiten,
sie schmücken die Halle und sorgen für Köstlichkeiten.
Es gibt in der Pause Kaffee, Kuchen und Sekt,
und man sieht, wie es den Anwesenden schmeckt.
Ist das Konzert nach drei Stunden aus,
danken alle mit Applaus.

Am 1. Mai, ach welch ein Schreck,
werden wir schon früh von den Bläsern geweckt.
Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus
und nach der Maiansprache sitzt man noch zusammen und genießt einen Schmaus.

Ist dann der liebe Mai vorbei,
sehnen wir Himmelfahrt herbei.
Bei gutem Wetter mit Sonnenschein
stellen sich Bläser und Zuhörer ein.

Viele Helfer und die Hackenstedter Vereine
bringen am Sportplatz einiges auf die Beine.
Wir genießen den Tag ganz unbeschwert,
denn keine Frau muss an den Herd.
Bei sehr guter Stimmung, wer hätte das gedacht,
feiert ganz Hackenstedt Vatertag.

Naht dann die schöne Weihnachtszeit,
ist das Bläsercorps wieder bereit,
dann bereiten Bläser und Kirchenchor
einen besinnlichen Nachmittag vor.

In unserem Kirchraum, so möchte Gott es sehen,
sollen alle Menschen sich gut verstehen.
Es kommen Auswärtige und Gläubige aus Hackenstedt,
denn dieses Konzert ist wirklich nett.
Bei anschließenden Schmalzbroten und glühendem Wein
stellt sich eine vorweihnachtliche Stimmung ein.

Die Zeit vergeht und wie jedes Jahr
sind die am Heiligen Abend auch die Bläser da.
Früher seid ihr durch den Ort gelaufen
und konntet hier und dort verschnaufen.

Es mundeten Glühwein, Kekse und auch Tee
und bei rieselndem Schnee tat die Blase oft weh.
So wurde dann manche Toilette benutzt,
das Badezimmer wurde erst später geputzt.

Heute sitzt ihr eng auf einem Wagen
und ein Traktor muss euch fahren.
Die Kälte dringt durch Kopf und Leib,
doch es erklingen Lieder zur Weihnachtszeit.

Bei mir klingelt dann mittags um 12 das Telefon:
Möchtest du kommen, man hört die Bläser schon.
Monika öffnet dann das Garagentor
und man hört schon einen Traktor mit zwei Wagen und dem Bläsercorps.

Es erklingen Melodien zur Heiligen Nacht,
auch an das leibliche Wohl ist gedacht.
Bei Schnittchen, Kakao und glühendem weißen Wein
spürt man, jetzt wird Weihnachten sein.

Früher, man stelle sich mal vor,
waren nur Hackenstedter im Bläsercorps.
Von außerhalb kommen heute Herren und Damen,
die auch Spaß am Musizieren haben.

Eine Großfamilie stellt sich vor,
denn es gibt auch einen Jugendchor.
Herr Hartz ist der Leiter,
inzwischen wohlbekannt,
er freut sich über Zuhörer
im Hackenstedter Land,
und wir möchten euch nach all den Jahren
immer wieder Danke sagen.

Wo man musiziert und singt,
da lasst euch ruhig nieder,
singt mit uns mit,
stimmt ein in unsre Lieder.

Musik sind nicht nur Stimmen aus unserer Kehle,
Musik ist Balsam für die Seele,
und unter unserem großen Himmelszelt
könnten alle Menschen friedlich leben auf dieser Welt,
denn Sonne, Mond und Sterne
leuchten für alle aus der Ferne.

Das Jahr neigt sich dem Ende,
bald ist 2019 da,
allen eine frohe Weihnacht
und ein friedliches, gesundes „Neues Jahr“.

Das neue Jahr, es hat begonnen,
eine Generalversammlung findet statt im Dorfgemeinschaftshaus.
Heute wird nicht musiziert oder gesungen,
aber nach der Tagesordnung gibt es einen deftigen Schmaus.

Ich wünsche uns allen fürs neue Jahr,
dass das neue so wird wie das alte war.

Ingrid Siegers

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