Vereinsgeschichte

Gründung des Bläsercorps

Keimzelle des Bläsercorps Hackenstedt war der 1948 von Pastor Birth gegründete Posaunenchor Hackenstedt.

Im Mai 1967 feierte der MGV Hackenstedt sein 90-jähriges Bestehen mit einem großen Zeltfest. Der Posaunenchor wirkte beim Eröffnungsgottesdienst sowie bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal mit und begleitete anschließend die Festgemeinde mit Musik zum Festzelt. Des Weiteren hatte der MGV den Posaunenchor spontan auch für den Kinderumzug verpflichtet. Das sollte nicht folgenlos bleiben...

Spontane Unterstützungsaktionen und allgemeine Fürsprachen sorgten dafür, dass sich die damals Mitwirkenden nicht weiterhin nur kirchlicher Musik widmeten; auch weltliche Musik war von ihnen gefragt. Und so bildeten die damals zwölf Aktiven die Keimzelle des heutigen Bläsercorps Hackenstedt.

Als Übungsleiter konnten sie Helmut Kaulfuhs gewinnen, der durch seine Tanzmusik sowie durch seine Tätigkeit als Dirigent des MGV Hackenstedt allen als qualifizierter Musiker bekannt war. Helmut Kaulfuhs erkannte offensichtlich sofort, dass aus dem damals noch geringen Stamm etwas zu machen sei; denn er übernahm 1968 die musikalische Leitung der Kapelle.

Und so gründeten folgende Mitglieder am 22. Mai 1967 das Bläsercorps Hackenstedt:

 
  • Friedrich Dürkop
  • Friedel Eikermann
  • Hans-Jürgen Eikermann
  • Gustav Eilers
  • Manfred Göbel
  • Robert Knöpke jun.
 
  • Hans-Dieter Lempert
  • Horst-Günther Räkel
  • Edu Sandvoß
  • Heinz-Peter Siebke
  • Dieter Sukop
  • Hermann Tegtmeier

 

Die ersten 30 Jahre

Durch die Auswahl geeigneten Notenmaterials gelang es Helmut Kaulfuhß, das Niveau der Kapelle zu heben. So hatte er maßgeblichen Anteil daran, dass das Bläsercorps sein ursprünglich nur auf Straßenmusik und einfache Unterhaltungsstücke ausgerichtetes Repertoire nach und nach um anspruchsvollere konzertante Stücke erweitern konnte. Dank seines qualifizierten Engagements wuchs auch der Bekanntheitsgrad des Bläsercorps Hackenstedt und damit auch dessen Einsatzbereich.

Straßenmusik, anspruchsvolle Unterhaltungsmusik und Ständchen zu den verschiedensten Anlässen bildeten in den ersten 30 Jahren zahlenmäßig zwar den Schwerpunkt der musikalischen Darbietungen. Höhepunkte waren aber Konzerte - sowohl alleinige als auch die vielen gemeinsamen mit der befreundeten Blaskapelle aus Lonau im Harz, mehrfache Darbietungen des Großen Zapfenstreichs - gemeinsam mit Spielleuten - und der zweimalige Einsatz bei der Vereidigung und dem Gelöbnis von Rekruten der Bundeswehr. Gern denken die Bläser auch an die Auftritte anläßlich der Fahrt mit dem Schützenverein Holle nach Neumarkt zurück. Ebenso dürfen Frühschoppenmusik und Musik zum Tanz in diesem Zusammenhang natürlich nicht unerwähnt bleiben.

Das Engagement von Helmut Kaulfuhs und die erfolgreichen musikalischen Auftritte haben dazu geführt, dass sich bald weitere Hackenstedter und später auch Auswärtige zu einer aktiven Mitarbeit in der Kapelle entschlossen haben. Heute kommt bereits etwa die Hälfte der aktiven Mitglieder aus anderen Ortschaften und Gemeinden. Unterstützt wird die Kapelle von zahlreichen passiven und fördernden Mitgliedern.

Bis Ende 1995 – also 28 Jahre lang - hat Helmut Kaulfuhs dem Bläsercorps als engagierter Dirigent zur Verfügung gestanden, bevor er im 71. Lebensjahr den Dirigentenstab beiseite gelegt hat. Als neuen Übungsleiter konnte das Bläsercorps über die Musikschule Hildesheim Joachim Hartz gewinnen.

Das Bläsercorps heute

Der Wechsel von Helmut Kaulfuhs zu Joachim Hartz im Jahr 1996 ist die bisher wohl grundlegendste Veränderung in der bisherigen Vereinsgeschichte; denn mit Joachim Hartz hat nunmehr ein ausgezeichneter Profi die Übungsleitung übernommen.

Die Probenabende sind seitdem geprägt von einer Musizierfreude besonderer Art, die dem neuen Übungsleiter die Arbeit erleichtert, so dass die Zusammenarbeit auch für ihn zum Vergnügen geworden ist und er so etwas wie Aufbruchstimmung beim Bläsercorps Hackenstedt verspürt hat. So charakterisierte Joachim Hartz bereits nach kurzer Zeit seine Zusammenarbeit mit den aktiven Mitgliedern.

Schwerpunkt der musikalischen Arbeit des Bläsercorps setzt Herr Hartz seitdem vor allem in der Unterhaltungsmusik zu verschiedensten Anlässen. Besondere Höhepunkte sind dabei die jährlichen Konzerte in der Sporthalle der Gemeinde Holle sowie die Musik zum Advent in der Hackenstedter Kirche.

Aufbruchstimmung, zukunftsorientiertes Arbeiten - das erfordert Engagement, viel Engagement von allen Beteiligten. Das bedeutet aber auch, Nachwuchs gewinnen und fördern; denn ein Fortbestehen auf Dauer ist nur möglich, wenn immer wieder neue Musiker den Weg zu einer aktiven Mitarbeit finden.

Das Bläsercorps Hackenstedt hat daher 1999 gemeinsam mit der Musikschule Hildesheim ein Ausbildungsprogramm gestartet, dessen bisherige Bilanz sich sehen läßt und das auch weiterhin eine erfolgreiche Nachwuchsausbildung verspricht; denn durch die seitdem durchgeführten Tage der offenen Tür konnten immer wieder neue Interessenten gewonnen werden. Seitdem wird der Nachwuchs von qualifizierten Musikern – auch ohne Beteiligung der Musikschule – ausgebildet. Ziel ist es, den Nachwuchs so möglichst bis zum Leistungsschein D 2 auszubilden.

Außerdem hat das Bläsercorps 2005 auf Initiative von Herrn Hartz ein Nachwuchsorchester gegründet, um den jugendlichen Nachwuchsbläsern und den noch in der Ausbildung befindlichen erwachsenen Nachwuchskräften die Möglichkeit zu geben, bereits vor ihrer Aufnahme in das Hauptorchester gemeinsam zu musizieren. Das Bläsercorps sieht darin einen Ansporn für die Nachwuchsbläser.

Heute kommen von den Aktiven des Hauptorchesters nur noch einige aus Hackenstedt und Viele von außerhalb. Im Übrigen ist das Bläsercorps offen für andere qualifizierte Musiker, die bei besonderen Anlässen ein Interesse an der Mitwirkung haben.

Seit dem 01. Januar 2017 ist das Bläsercorps Hackstedt ein eingetragener Verein beim Registergericht Amtsgericht Hildesheim. Die Satzung des Vereins können Sie hier einsehen.

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